Großbrand nach Flächenbrand fordert zahlreiche Einsatzkräfte
Am Sonntagnachmittag wurden wir gemeinsam mit zahlreichen weiteren Einheiten der Feuerwehr Wiesbaden zu einem Flächenbrand im Bereich des Unteren Zwerchwegs alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt war abzusehen, dass sich der Einsatz zu einer außergewöhnlichen Lage entwickeln würde.
Ausgelöst wurde der Brand während laufender Erntearbeiten, bei denen mehrere Strohballen Feuer fingen. Begünstigt durch die anhaltende Trockenheit und starken Ostwind breiteten sich die Flammen innerhalb kürzester Zeit über die Feldflächen aus und griffen auf eine angrenzende Gartenkolonie über.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen bereits mehrere Gartenhütten in Vollbrand. Durch die dynamische Brandausbreitung verschärfte sich die Lage weiter. Zeitweise bestand zudem die Gefahr, dass das Feuer auf den angrenzenden Hessler Hof übergreifen könnte. Dank des schnellen Vorgehens aller eingesetzten Kräfte konnte dies erfolgreich verhindert werden. Die Polizei hatte die Bewohner vorsorglich bereits aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Eine der größten Herausforderungen war die Sicherstellung der Löschwasserversorgung. Da im Bereich der Gartenkolonie zunächst nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung stand, musste eine Wasserversorgung über lange Wegstrecken aufgebaut werden. Gleichzeitig wurde ein Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um die Wasserversorgung dauerhaft sicherzustellen. Hier unterstützten wir, zusammen mit weiteren Fahrzeugen, mit unseren beiden Tanklöschfahrzeugen.
Aufgrund der rasanten Entwicklung wurde das Einsatzstichwort auf „F Wald 2“ erhöht. In der Folge wurden zahlreiche weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Zeitweise befanden sich 13 Freiwillige Feuerwehren gemeinsam mit allen drei Wachen der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Weitere Freiwillige Feuerwehren übernahmen parallel den Grundschutz für das Stadtgebiet.
Zur Unterstützung der Einsatzleitung kamen unter anderem ein Polizeihubschrauber sowie die Drohneneinheit der Feuerwehr Taunusstein zum Einsatz. Mithilfe von Luft- und Wärmebildaufnahmen konnten die Brandausbreitung sowie versteckte Glutnester zuverlässig erkannt und die Löscharbeiten gezielt koordiniert werden. Auch der Verdacht auf eine mögliche Gefährdung einer Gasleitung konnte nach einer Überprüfung durch die ESWE Versorgung ausgeräumt werden.
Neben den Feuerwehren unterstützten zahlreiche weitere Organisationen den Einsatz. So waren unter anderem der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz, die Informations- und Kommunikationsgruppe, die Logistikgruppe sowie mehrere Führungsdienste im Einsatz, um die umfangreichen Maßnahmen zu koordinieren und die Einsatzkräfte zu versorgen.
Die hohen Außentemperaturen und die körperlich anstrengenden Löscharbeiten verlangten allen Einsatzkräften einiges ab. Eine Feuerwehrkraft musste aufgrund einer Hitzeerschöpfung medizinisch behandelt werden.
Nach mehreren Stunden intensiver Löscharbeiten gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Nachlöscharbeiten sowie die Kontrolle des Einsatzgebietes auf verbliebene Glutnester dauerten bis in die Abendstunden an. Insgesamt wurden rund 25.000 Quadratmeter Feldfläche sowie mehrere Gartenhütten durch das Feuer zerstört.
Insgesamt waren 142 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 41 Fahrzeugen, 30 Kräfte des Rettungsdienstes, sechs Polizeibeamte sowie ein Mitarbeiter der ESWE Versorgung an dem Einsatz beteiligt.
(Inhaltliche Information wurden der Pressemeldung der Landeshauptstadt Wiesbaden entnommen)
Fotos: Feuerwehr Wiesbaden
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