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    • Aus- und Fortbildung ist wichtig, erst recht für aktive Mitglieder einer Einsatzabteilung der Feuerwehr. Aus diesem Grund hat auch die Breckenheimer Wehr alle zwei Wochen ihren festen, über das gesamte Jahr vorausgeplanten Übungsabend.

      Neben der Ausbildung an den Gerätschaften wird auch immer wieder die standardisierte Vorgehensweise bei Brand- und Rettungseinsätzen in Theorie und Praxis geübt, die in verschiedenen Dienstvorschriften festgehalten sind.

      Da es bei solchen Übungen, meist im Ortsgebiet von Breckenheim, natürlich nicht möglich ist in Häuser oder Wohnungen unter realen Einsatzbedingungen zu üben (z.B. mit Wasser zu spritzen oder mit Werkzeugen gewaltsam Türen und Fenster zu öffnen), ist man immer wieder auf der Suche nach Abrissgebäuden in denen man, ohne Angst etwas kaputt zu machen, richtige und reale Übungsszenarien durchspielen kann, inklusive Rauchentwicklung, Türöffnungen und Wasser auf dem Rohr.

      Einen mit Wasser gefüllten C-Schlauch richtig und effizient in einem engen Treppenhaus vorzubereiten und sich mit diesem durch eine Wohnung oder mehrere Räume zu bewegen, erfordert viel Kraft sowie gute Abstimmung und Koordination des Angriffstrupps und dem gesamten am Einsatz beteiligtem Team.

      Aus diesem Grund freuten sich die Breckenheimer Einsatzkräfte um so mehr über die Chance, in solch einem Abrissgebäude in der Wiesbadener Thaerstraße einen ganzen Vormittag aktiv verschiedenen Situationen üben zu können. Natürlich wurde vorab das Einverständnis des Eigentümers eingeholt, wofür wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken.

      Nachdem zuerst spezielle Themen in verschiedenen Stationsausbildungen trainiert wurden (Leiter steigen, Räume unter null Sicht absuchen sowie Schlauchmanagement im Treppenraum), simulierte man nach dem Mittagessen noch zwei Brandszenarien in dem Gebäude, um das zuvor geübte Wissen realitätsnah anzuwenden und dabei auftretende Schwierigkeiten zu erkennen und zu korrigieren.

      Die Wehrführung der Breckenheimer Feuerwehr versucht regelmäßig in den warmen Monaten des Jahres, zusammen mit ihrer Führungskräften, solche umfangreicheren Übungstage zu planen, vorzubereiten und mit möglichst vielen Aktiven durchzuführen. Denn nur so lässt sich annähernd eine Art Routine trainieren, die in einem echten Brandeinsatz dann abgerufen werden muss um größtmöglichen Einsatzerfolg zu erlangen.

    • Bilder von der Übung